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Film Hagneck
Erneuerung Wasserkraftwerk 2575 Hagneck Bielersee

Wettbewerb, Bauprojekt, Baueingabe, Ausschreibung 2010, Fertigstellung 2016

Videoclip 2015 Modellrendering


Erläuterung zum Wettbewerb 2010
Landschaftliche Einbindung.
Vor rund 130 Jahren wurden mit der 1. Juragewässerkorrektion die Voraussetzungen für ein neues Aaredelta am Bielersee geschaffen. Die enormen Anstrengungen haben die Gestalt der Landschaft wesentlich geprägt und ein Ortsbild von nationaler Bedeutung geschaffen. Abgeschieden von Siedlung und Verkehr, hinter dem Molassehügel liegt das Hagneckdelta mit der Kraftwerksanlage in der Natur-Landschaft. Der geschichtlich bedeutsame Ort am Bielersee wird nun den aktuellen Bedürfnissen angepasst, die eingewachsene Kulturlandschaft aufgewertet und die bestehenden Qualitäten werden gepflegt.
Dieser Kontext bildet die Grundlage für das Gestaltungskonzept. Mit einer sorgsamen Gestaltung der Natur und einer sorgsamen Gestaltung der Bausubstanz wird eine optimale Einbindung in die Landschaft erzielt. Natur und Landschaft werden im Sinne des Landschaftsparks inszeniert und strukturiert.
Naturschutz-, Naturschon-, Erholungs, und Werkbereiche bilden eine spannungsvolle Abfolge zwischen extensiv und intensiv genutzten und gepflegten Aussenräumen. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Terrainmodellierung, auf die räumliche Abfolge von Gehölzen und auf die Sichtbezüge in die Landschaft am See gelenkt.
Natürlich berücksichtigt das Gestaltungskonzept die bereits vorgesehenen Ersatz-Massnahmen und Rahmenbedingungen. Die im Gestaltungsplan vorgesehenen Naturschutzelemente wie zum Beispiel Seeufer, Auenwald, Aue, Stillgewässer, Riedwiesen, trockene Magerwiesen und Einzelbäume aber auch der Schotterstreifen als Vernetzungsstreifen auf der Brücke werden beibehalten.

Topographie
Abgeleitet von der landschaftsräumlichen Lesung entsteht die Idee des Hochplateaus zwischen den künstlichen Dämmen der Oberwasserkanäle und den natürlichen Schüttungen am See. Eine sanft geneigte trockene Wiese zwischen altem und neuem Kraftwerk schafft den Pausenort für Erholungssuchende mit attraktivem Blick auf den See, auf das Kraftwerk und in die Natur. Einzelne Landschaftsbäume, wie zum Beispiel Eschen oder Eichen, bieten Schatten und akzentuieren die Terrainmodellierung. Ein Feinschotterweg führt Besucher an die Grenze zwischen nutzbarer und unberührbarer Landschaft. An der Terrainkante zur mittleren Schottertterasse markiert er den vor Hochwasser sicheren Aufenthaltsbereich. Im unteren Auenbereich öffnen Stillgewässer und Riedwiesen im Auenwald den Bilck zum See. Auf der Westseite des neuen Werks wird der Feinschotterweg möglichst nahe am Kanal geführt und beansprucht das Kulturland so wenig wie möglich.

Fischumgehung
Das mindestens 5m breite Umgehungsgerinne mit max. 2% Gefälle und 800l/s stösst aus dem Hochplateau auf die mittlere Schotterterrasse und mündet in die Unterwasserkanäle und in die Fischpassgalerien vor dem Turbinenauslauf. Durch das Tieferlegen der Erschliessungsstrasse kann der Einschnitt gering gehalten werden. An der Kante der mittleren Schotterterrasse zum Auengebiet soll das Verteilbecken (mit der Wasserzuleitung 1200l/S) aus Naturstein, zum Beispiel aus Sandsteinblöcken gebaut werden. In der gleichen Bauweise aus Natursteinblöcken soll das Fischzählbecken erstellt sein. Die Terraingestaltung ermöglicht eine Umgehungsgerinne ohne Untertunnelung.



Hinweis:
Die Datei, MP4 Datei 20 MB, kann mit HTML5 automatisch geladen werden und braucht nicht mehr die entsprechende QuickTime Plug-in Version Ihres Browsers. Ihre Internet Verbindung muss entsprechend schnell sein. Der Film startet automatisch.        

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